Geboren im Sommer Anfang der 70 iger Jahre,
wuchs ich in Radolfzell am Bodensee bei meinen Eltern
zusammen mit einem Bruder und einer Schwester auf.

Radolfzell liegt in Süddeutschland, in Baden-Württemberg,
nahe der Schweizer Grenze und direkt am Bodensse.

Ich bin ein Mensch, der aus dem Bauch heraus lebt und entscheidet,
setzte aber auch meinen Kopf ein,
gerade wenn es darum geht, mein Verhalten zu reflektieren
und Arbeitssituationen Revue passieren zu lassen.

Bereits in meiner Kindheit brachten diverse Herausforderungen mich dazu,
mich erfolgreich gegenüber Gleichaltrigen durchzusetzen und nicht unterkriegen zu lassen.

Auch habe ich schon früh Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht
und hatte immer Freude dabei, etwas zu tun.

Nach der Hauptschule schloss ich eine Schreinerlehre ab, durchlief
in je einem Jahr die technische Fachschulreife und die Fachhochschulreife
und habe dann, nach dem anschließenden Zivildienst, 3 ½ Jahre als Schreinergeselle gearbeitet.

Mit 25 Jahren, 1996 erkrankte ich dann an einer Psychose, die ich bis Feb. 1997 durch litt.
Im Feb 1997 brachten mich meine Wahrnehmungsstörungen sogar dazu von einer Brücke zu springen.
Durch diesen Sprung wurde ich schwer verletzt und war 9 Monate stationär in chirurgischer sowie psychiatrischer Behandlung.

Ein Jahr später machte ich dann die Umschulung zum Industriekaufmann
und arbeitete danach 6 Monate als Küchenfachverkäufer,
wo ich aufgrund eines Rückfalles meiner Psychose Erkrankung
meinen beruflichen Werdegang beenden musste und Erwerbsminderungsrente bezog.

Ich ließ mich aber nicht unterkriegen, sondern half mir selber, auch indem ich
2003 die Psychose SHG AWO Singen gründete, die ich bis heute leite.

2005 
heiratete ich . 
Zudem machte mich als Holzspielzeugverkäufer geringfügig selbständig.

So kann ich sagen, dass trotz der Krankheit wieder viel Gutes in meinem Leben Platz fand.

Nachdem ich noch ca. ein Jahr geringfügig als Bürokaufmann arbeitete,
begann ich dann im Okt 2010 meine Weiterbildung zum Genesungsbegleiter EX-IN in Stuttgart.
Ich lernte in der Weiterbildung sehr viel über meinen eigenen Genesungsweg.

Im Rahmen von EX-IN machte ich 2 Praktika:
eines in der Woge e.V. Konstanz und eines im Wohnheim in Föhrenbach.

In beiden Praktika hielt ich Einzel- sowie Gruppengespräche ab,
wobei ich dabei von meinen Erfahrungen in der Selbsthilfegruppe sehr profitierte.

Im Wohnheim in Vöhrenbach arbeitete ich dann noch ein Jahr auf Honorarbasis.

Durch einen Vortrag im zfp Reichenau ergab es sich,
dass die psychiatrische forensische Klinik ZfP Reichenau Interesse an meiner Tätigkeit hatte
und ich von Dez 2012 bis Aug 2013 einen dort aufgenommenen Klienten auf Honorarbasis begleiten konnte.

Da dieser Klient im Aug 2013 in die JVA verlegt wurde, begleitete ich ihn auch in der JVA
und anschließend bis als freier Mensch.

In der JVA begleitete ich zusätzlich noch einen Klienten für 4 Monate.
Ich durfte beide Klienten 3-mal im Monat aufsuchen.

Im Mai 2014 bekam ich die Möglichkeit im Wohnheim auf der zfp Reichenau meine Tätigkeit auszuüben.
Dort arbeite ich bis heute.

Seit Dezember 2016 habe ich nun wieder drei Klienten von der psychiatrischen forensischen Klinik zfp Reichenau,
die ich begeleite.